Aller Anfang kommt vor dem Erfolg

Abkürzungen

Worte, die der Vereinfachung halber schriftlich oder mündlich abgekürzt gesprochen werden.

In der gesprochen Sprache sollten Abkürzungen eher vermieden werden, insbesondere wenn sie nicht allgemeingebräuchlich sind.

Beispiele:     

  • z.B. – zum Beispiel
  • etc. – et cetera
  • BRD für Bundesrepublik Deutschland

Vgl. auch Abbreviation, Akronym (neues Wort aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter)

Adynaton

griech. adynatos – das Unmögliche

Diese rhetorische Figur als Vergleich mit etwas Unmöglichem, das auf keinen Fall geschehen kann oder soll, ist ein Mittel der Pathossteigerung.

Beispiele:     

  • Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. (Bibel, Markus 10, 25)
  • Wie ein Elefant im Porzellanladen…
  • Eher fließ das Wasser bergauf, als dass…

Affirmation

Stilfigur der Bejahung, positive Aussage und Zustammung

Beispiele:

  • Ich bin stark und fähig und vertraue darauf.
  • Ich verdiene Liebe und Respekt.
  • Ich bin gesund und voller Energie.
  • Ich kann alles erreichen, was ich mir vornehme.

Ggs: Negation, d.h. Verneinung und Ablehung

Beispiele:

  • Aufbau – Zerstörung
  • Sieg – Niederlage
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboss oder Hammer sein.[1]

Aischines

Redner und Politiker in Athen, 389/390 bis 314 v. Chr.

Er stand auf der Seite von Philipp II. von Mazedonien, verlor aber den berühmt gewordenen Prozess gegen den politischen Gegner Demosthenes.[2] Seine Rede „Gegen Ktesiphon“ stand die Erwiderungsrede von Demosthenes´ „Für Ktesiphon“ (Kranzrede), die lange als größte Rede der Antike galt, aus rhetorischer Sicht nur wenig nach. Aischines soll nach langen politischen Auseinandersetzungen und rhetorischen Schlagabtauschen letztlich nach Rhodos gegangen sein, um dort er eine Rhetorikschule zu gründen.[3]

Akkumulation

Eine rhetorische Figur durch Anhäufung von ähnlichen Begriffen und Worten.

Beispiele:     

  • Hunde, Katzen und allerlei andere Haustiere
  • Sommer, Sonne und Strand
  • Geld, Geld und immer nur Geld!

Akronym

Ein Wort, das durch zusammenfügte Anfangsbuchstaben oder -silben mehrerer anderer Worte gebildet wurde.

Beispiele:     

  • Aids (acquired immune deficiency syndrome, dt.: erworbenes Immunschwächesyndrom)
  • Kripo (Kriminalpolizei), VoPo (Volkspolizei), TraPo (Transportspolizei)
  • DDR[4] (Deutsche Demokratische Republik)
  • Radar (radio detection and ranging, dt. elektromagnetisches Ortungsverfahren)

Akzent

Betonung mit sprachlicher Hervorhebung durch Verstärkung des Atemdrucks, Veränderung der Tonhöhe (Sprechmelodie, Tonfall), der Lautqualität (Längung, Nachdruck)

Möglichkeiten: Laut-, Silben-, Wort-, Wortgruppen- und Satzakzent

Betonungs- bzw. Aussprachezeichen wie z.B. im Französischen accent aigue (é), accent grave (à, è, ù) · accent circonflexe (â, ê, î, ô, û).

Veränderungen können sich in der Bedeutung der jeweiligen wortgleiche Aussage ergeben

Beispiele:     

  • Ich habe eine Tochter. – Ich habe eine Tochter. – Ich habe eine Tochter. – Ich habe eine Tochter.
  • Hilf mir! – Hilf mir!
  • umfahren – umfahren

Als Akzent bezeichnet man allerdings auch fremdsprachlich bedingte Besonderheiten in der Aussprache.

Beispiele:     

  • Ein Franzose spricht Deutsch als Fremdsprache mit typischen Merkmalen seiner Muttersprache wie z.B. das gerollte R oder Akzentverschiebungen.
  • Auch in slawischen Sprachen gibt es typische Akzente.
  • Chinesen haben bei deutschen Wörtern oft Probleme mit „L“ und „R“ wie z.B. bei „Flühlingslolle“ statt „Frühlingsrolle“.

Allegorie

griech. – allos – anderer, allegoria – das Anderssagern

Rhetorische Figur durch bildliche Umschreibung, sinnbildhafte Darstellung oder Gleichnis. Sie gilt als gesteigerte Form der Metapher (Bedeutungsübertragung).

Beispiele:     

  • Wie ein Stern in einer Sommernacht (Schlagertitel)
  • Amors Pfeil – für Verlieben
  • Mutter Natur, welche Fülle und Fruchtbarkeit verkörpert

Alliteration

Rhetorische Figur – aufeinanderfolgende Worte mit demselben Anlaut, Stabreim

Beispiele:     

  • Roland, der Riese, vorm Rathaus
  • Veni, vidi, vici (Ich kam, sah und siegte)
  • Mensch, Meier, machen Sie mal los!

Alltagskommunikation

Wir kommunizieren im Alltag überwiegend spontan, authentisch und oberflächlich.

Beispiele:

  • zufälliger Kontakt und ungeplanter Austausch von Informationen
  • Kaffeeplausch
  • Reaktion auf ablaufende Ereignisse

Erst wenn ein oder mehrere Kommunikationspartner sich vorab Ziele, Eigenschaften und Erwartungen, Strukturen des Inhalts, Medieneinsatz usw. bewusst machen, wird daraus rhetorische Kommunikation. Das macht jedoch oft insgesamt nur geschätzte 2 – 3 Prozent aller Kommunikationsakte aus. Rhetorik dient vor allem dazu, die Wirksamkeit zu optimieren.

Beispiele:

  • beabsichtigtes und geplantes Kundengespräch,
  • Lehrer-Schüler-Verhalten im Unterricht,
  • Fachvortrag in einer dienstlichen Beratung usw.

Zwischen Alltagskommunikation und rhetorischer Kommunikation steht die sprechkünstlerische Kommunikation, die sich dadurch auszeichnet, dass Autor und Sender nicht identisch sein müssen.

 Beispiele:

  • auswendig gelernte Partituren (auf der Theaterbühne)
  • Zitieren von Gedichten, geflügelten Worten und anderen Texten
  • vielfältige Sprechtexte bei Rundfunk- und Fernsehsendungen

Allusion

lat. alludere – auf etwas anspielen

Die rhetorische Figur entsteht durch einen kurzen, bündigen Bezug auf einen bestimmten Sachverhalt, Bezugnahme auf einen Text, ein Kunstwerk, eine Persönlichkeit usw., oft als Satire und Spott.

Beispiele:     

  • Das ist ein richtiger Casanova. (Frauenheld)
  • Von Pontius bis Pilatus. (Pontius Pilatus – römischer Prokurator)
  • Hundesohn – als Schimpfwort

Analyse

Logische Vorgehensweise – Auflösung, Zergliederung, Untersuchung, Zerlegung des zu untersuchenden Gegenstandes in seine Bestandteile, d.h. der logische Weg vom Allgemeinen über das Besondere zum Konkreten/Einzelnen.

Beispiele:     

  • Merkmale von Pflanzen sind Blätter, Äste, Stamm und Wurzeln. Also ist das hier ganz klar ein Laubbaum oder genauer gesagt eine Eiche.
  • ABC-Analyse eines Unternehmens im Markt: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken
  • Ich sehe die Farben Blau, Weiß und Rot – es müsste die französische Staatsfahne sein.

Der umgekehrte logische Weg vom Einzelnen zum Allgemeinen ist die Synthese.

Anapher

Diese rhetorische Figur, auch Anaphora oder Epanaphora genannt, beginnt aufeinanderfolgende Sätze mit gleichen Worten, um vor allem emotional anzusprechen und die wiederholten Worte/Wortgruppen zu betonen und zu verstärken.

Beispiele:     

  • Wollt Ihr, dass…? Wollt Ihr, dass …? Wollt ihr das wirklich?
  • Im Sommer ist es länger hell; im Sommer ist es überwiegend warm; im Sommer geht es mir gut.

Vgl. auch Epipher

Anapliose

Rhetorische Figur – letztes Wort oder Wortgruppe einer Aussage wird verstärkend wiederholt.

Beispiel:       

  • Lebt denn der alte Holzmichel noch, Holzmichel noch, Holzmichel noch? Ja, er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch! (Volkslied)
  • Wir wollen leben, leben, leben!

Anfang

Auftakt, Vorwort, Prolog bzw. Einstieg für eine Rede, ein Gespräch, ein Pamphlet usw.

erster Bestandteil des traditionellen Redeaufbaues: Anfang → Hauptteil → Abschluss→

Beispiele:     

  • „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“ (Aristoteles)
  • „Aller Anfang ist wichtig. Danach läuft alles auf das Ende zu.“
  • Bibel: „Im Anfang war das Wort…“ (Joh. 1,1)

Varianten für den Anfang einer Rede:

  • Begrüßung/Vorstellung
  • Erläuterungen zum Thema
  • Vorstellung der Agenda
  • Problemstellung/Frage
  • aktuelles Zitat, Episode, Anlass

Anstand

Der „Knigge“ ist wohl im deutschsprachigen Raum der bekannteste Versuch dazu.[5]Höflichkeit, Anstand und gegenseitige Achtung sind wichtige Grundsätze für die Kommunikation im öffentlichen Leben.[6] Das gilt nicht zuletzt auch in der medial vermittelten Kommunikation unserer Zeit und bezieht sich u.a. auf

  • Ansprache,
  • Wortwahl und Umgangston sowie
  • respektvoller Umgang.

Für die Kommunikation in digitalen Netzen wird sich zunehmend bemüht, bestimmt Regeln einzuhalten. Das nennt man häufig Netiquette (Kunstwort aus Netz und Etikette).[7]

Vor allem politischer Ebene gibt es zahlreiche Initiativen gegen Hass und Hetze im Netz und in öffentlichen Bereichen. Dazu gehören nicht zuletzt der Kampf gegen Verwahrlosung der Sprache, Brutalität, Kriegspropaganda, Rassismus, Sexismus, Antifeminismus, Antisemitismus usw.

Antike Rhetorik

Rhetorik der alten Griechen und Römer

Wichtige Vertreter:

in Griechenland u.a.

  • Korax, Teias (Begründer, 5. Jahrhundert v. Chr., Sizilien)
  • Platon (428 – 348 v. Chr., Philosoph)
  • Aristoteles (384 – 322 v. Chr., Philosoph, Rhetoriker, Naturwissenschaftler)
  • Sokrates (469 – 399 v. Chr., Philosoph, Gesprächslehre)
  • Die zehn attischen Redner im 5. – 4. Jhd. v. Chr.): Antiphon, Andokides, Lysias, Isokrates, Isaios, Aischines, Lykurgos, Demosthenes, Hypereides, Deinarchos

in Rom u.a.

  • Seneca (1 – 65 n. Chr., Dramatiker, Politiker)
  • Cicero (106 – 43 v. Chr., „Rhetorik an Herennius“),
  • Quintilian (35 – 96 n. Chr., Rhetoriker)
  • Tacitus (55 -116)

an der Schwelle zwischen Antike und Mittelalter u.a.

  • Augustinus von Hippo (354 – 430, Kirchenlehrer, Bischof)
  • Boethius (480-524, Philosoph und Staatsmann)
  • Cassiodor (490 – 583)

Die Rhetorik blieb über die Jahrhunderte wichtiger Bestandteil der europäischen Kultur und Bildung, insbesondere im Rahmen der Septem artes liberales (Sieben freie Künste) → und dort insbesondere des Triviums (Dreiweg) (Grammatik, Dialektik/Logik und Rhetorik)

Danach folgen eine Vielzahl von Strömungen und Entwicklungen wie u.a.:

  • Rhetorik des Humanismus (u.a. Erasmus von Rotterdam,1469 – 1536)
  • Reformatorische Rhetorik (u.a. Martin Luther, 1483 – 1546[8])
  • Dogmatische Rhetorik (u.a. Jesuiten, Gegenreformation)
  • Aufklärungsrhetorik (u.a. Johann Christoph Gottsched (1700 – 1766)
  • Diktatorische und manipulative Rhetoriken
  • Moderne Rhetorik (incl. Neue Rhetorik[9])

Antike Gliederung des Vortrags (Fünferschema)[10]

  • Erfindung des Themas (inventio)
  • Gliederung der Gedanken (dispositio)
  • Einprägen der Rede (memorio)
  • Sprachliche Darstellung (elocutio)
  • Vortrag (Stimme, Gestik, Motorik – pronuntiatio)

Antike Redegattungen[11]

  • Gerichtsrede (genus iudiciale)
  • Beratungsrede (genus deliberativum)
  •  
  • Lobrede (genus demonstrativum)

Antithese

griech. antithesis, anti – gegen, thesis – Behauptung

Gegensatz, kontrastierende Darstellung, Zusammenführung entgegengesetzter Begriffe und Sachverhalte

Beispiele:     

  • Sie predigen Wasser und trinken Wein.
  • Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.
  • Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Antizipation

Lat. anticipare – vorwegnehmen

In der Psychologie versteht man darunter die gedankliche Erwartung und Betrachtung von Zukünftigem und sie ist damit die vorausschauende Komponente all unseres Erlebens und Verhaltens. Sie ermöglicht unser subjektives Erleben und das Verarbeiten von Wahrnehmungen u.a. durch das Erfassen von Bildern, Lauten, Texten sowie sprachlichen Regeln durch Hören und Lesen usw.

In der Sprachwissenschaft wird Antizipation im Sinne der verbindenden Vorwegnahme von Gedanken, einer Vorausschau bzw. eines rhetorischen Zeitsprunges gebraucht. Die rhetorische Antizipation wird auch als Prolepse bezeichnet und beziehet sich auf die Vorausschau möglicher Ereignissen, Absichten, Einwände oder Folgen, oft in einem Sinne, als wären diese bereits eingetreten.

Beispiele:

  • Ich habe den Eindruck, dass sich das Wetter ändert.
  • Sie könnten meinen, das wäre zu teuer, aber …
  • Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage…

Aphorismus

griech. aphorisein – Abgrenzung, genauere Bestimmung

Stilfigur: Sinnspruch, ein prägnant formulierter Gedanke, der eine Weisheit/eine Erfahrung beinhaltet, originell und oft witzig formuliert.

Kann auch in verschiedenen rhetorischen Figuren auftreten wie u.a.

  • Paradoxon, –
  • Antithese, –
  • Metapher,
  • Emphase,
  • Ironie,
  • Bonmot,
  • Maxime usw.

Beispiele:

  • Die Zeit heilt alle Wunden. (Volksweisheit)
  • Die größte Entfernung zwischen zwei Menschen ist ein Missverständnis. (Ludwig Börne)
  • Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang. (Hippokrates)
  • Hast Du Vernunft? – Ja. – Warum gebrauchst du sie denn nicht? Denn wenn du sie schalten lässt, was willst du noch mehr? (Mark Aurel)
  • Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben. (Georg Christoph Lichtenberg)[12]

Apodiktisch

griech. sicher, Aussage

Darunter versteht man einen Sachverhalt, dessen Wahrheitsgehalt unstrittig ist. Die Apodiktik gilt als Lehre vom Beweis, der keinen Widerspruch duldet. Wird auch als strenges und intolerantes Urteil verstanden.

Beispiele:     

  • Wir sind doch alle Menschen, meine Damen und Herren, und deshalb…
  • Alles hat einen Anfang und ein Ende.
  • Wer das abstreitet, ist jenseits von gut und böse.

Apologetik

griech. apologia – Verteidigung, Rechtfertigung einer Lehre

Dazu zählt aber auch die Verherrlichung einer Person, Rechtfertigung einer Theorie/Religion. Die apologetische Rhetorik dient der Glorifizierung von Herrschern und ihrer Umgebung (z.B. Prachtbauten in Rom[13]).

Beispiele:

  • Heil Dir im Siegerkranz, Retter des Vaterlands… (Kaiserhymne, 1871)
  • Halleluja! Lobet den Herrn!
  • Die Partei, die Partei, die hat immer recht!

Aquin, Thomas von

1225 – 1274, Dominikaner, bedeutender katholischer Theologe und Hauptvertreter der Scholastik.

Wurde 1323 heiliggesprochen und 1567 in den Rang eines Kirchenlehrer erhoben. Gilt als größter Philosoph des europäischen Mittelalters, von dem mehr als 25.000 Seiten seines enzyklopädischen Werkes übermittelt wurden (u.a. Tugendlehre, Staatslehre). Aber auch als überzeugender Redner spielte er eine herausragende Rolle.

Archaismus

Diese Charakterisierung eines altertümlichen Ausdrucks bezieht sich möglicherweise auf die Arche Noahs in der Bibel (archaisch – veraltet).

Beispiele:     

  • Gemach, gemach, Herr Meier!
  • Oheim statt Onkel, Base statt Cousine
  • Menschin, Jüngling, Frauensperson (vgl. Grimm)[14]

Gegenteil: Neologismus – Neubildung von Wörtern

Beispiele:

  • Radio (abgeleitet aus lat. radius – Strahl)
  • Sputnik (abgeleitet aus russ. S – mit und  Put – Weg, Reisebegleiter)
  • Handy (konstruiert aus engl. Handy – handlich, griffbereit) für Mobiltelephone

Aus dem aktuellen Zeitgeschehen:

  • Klimakleber (Protestler, die sich festkleben),
  • Doppelwumms (Olaf Scholz: finanzielles Hilfspaket),
  • Impfmuffel (jemand, der Impfungen ablehnt)

Argotismus

Bezeichnung für gemeine, vulgäre, zotige, ungehobelte Ausdrücke, die auf die geheime französische Bettler- und Gaunersprache Argot zurückgeht (vgl. auch Rotwelsch). Heutzutage wird der Begriff auch für andere Gruppensprachen verwendet, die absichtlich von der jeweiligen Standardsprache abweichen, um Identitäten zu schaffen.

Beispiele:     

  • ACAB – All cops are bastards!
  • LOL (Netzabkürzung – Laugh out loudly)
  • 88 (Buchstaben des Alphabets, Numerologie des Rechtsextremismus)

Argumentationstheorie

funktionalisierte Rhetorik, Konzeptionalisierung der Überzeugung durch Strukturen, Argumentieren als Begründungsverfahren

Besonders philosophisch veranlagt geht sie vor allem auf Chaim Perelman, Lucie Olbrechts-Tydeca und Stephen Toulmin zurück.[15]

Argument

lat. argumentum – Faktum, Beweisgrund, Beleg

  • Sachargument (wahr oder falsch) → Logik: Wahrheitswerte
  • Persönlichkeitsargument (Autorität)
  • Normatives Argument (akzeptable oder abzulehnende Werte)
  • Tendenzargument (Statistik, Prognose)
  • Vergleichsargument (Widerspruch, Analogie)
  • Frage (→ Fragearten)

Beispiele: [16]

  • Argumentum ad hominem – Bezug auf eine Persönlichkeit (Angriff oder Bestätigung), extrem als Argumentum ad invidiam – unhaltbares Argument, das nur auf Hass und Bosheit beruht

Beispiel: Wie bereits die Klassiker hervorhoben …

  • Argumentum ad ignorantiam – setzt auf Nichtwissen des Opponenten

Beispiel: Das interessiert mich gar nicht; wichtig ist hingegen …

  • Argumentum ad infinitum – geht bis ins Unendliche

Beispiel: Und das wird auch immer und ewig so sein.

  • Argumentum ad rem – setzt auf Sachlichkeit mit klaren Fakten, insbesondere Argumentum ad veritatem – beruht auf eindeutig wahren Prämissen

Beispiel: Wir haben doch deutlich gesehen, dass …

  • Argumentum ad judicium – Verweis auf den gesunden Menschenverstand

Beispiel: Das wissen doch alle, die sich regelmäßig informieren.

  • Argumentum ambiguum – zweischneidiges Argument

Beispiel: Wir erkennen immer Vorteile und Nachteile

  • Argumentum a posteriori – Berufung auf praktische Erfahrungen

Beispiel: Wir haben das doch immer so gemacht.

  • Argumentum a priori – ohne Berücksichtigung von Erfahrungen

Beispiel: Es gibt doch keine andere Möglichkeit.

  • Argumentum ex silentio – Zustimmung durch Schweigen

Beispiel: Ich enthalte mich der Stimme. Kein Kommentar!

  • Argumentum externum – Bezug auf einen anderen Bereich

Beispiel: In der Philosophie sagt man dazu…

Argumentation

Rhetorische Vorgehen, um etwas zu beweisen, zu begründen, um jemanden zu bewegen, lat. arguere – deutlich zu erkennen geben, behaupten, beweisen, zeigen

Argumentatio: Anführung der Argumente (Beweisgründe) – logischer Prozess zur Beweisführung, Argumentieren[17]

Zielgerichtes kommunikatives Vorgehen nach einem bestimmten Muster, einer mehr oder weniger logischen Struktur

Aristoteles nannte vier Arten von Argumenten im Dialog:

  • didaktische Argumente (erklärend)
  • dialektische Argumente (vergleichend)
  • prüfende Argumente (evaluierend)
  • eristische Argumente (polemisch)

Allgemeiner Aufbau einer Argumentation:

  • Einleitung als These oder Frage
  • Hauptteil aus verknüpften Argumenten (meist 3)
  • Schluss, Fazit, Beweis, Conclusio

Aristoteles lehrte den Aufbau verschiedener Varianten von Syllogismen (logischen Schlüssen) aus (wahren oder falschen) Prämissen. Als Planungs- und Formulierungsmodell entstand der noch heute gebräuchliche Fünf-Satz.

Drach[18] entdeckte dieses Vorgehen des Verknüpfens von Argumenten (Drei- oder Fünf-Satz) als Trainingsmethode in den 1920/30er Jahren wieder als gestaltendes Sprechdenken nach Argumentationsplänen bzw. Stichwortkonzepten

Argumentieren

Beweisführung, die sich an den Aufbau einer Argumentation hält wie z.B.:

  • Einleitung als These oder Frage
  • Hauptteil aus verknüpften Argumenten (meist 3)
  • Schluss, Fazit, Beweis, Conclusio

Vgl. auch: Logisches Argumentieren[19]

Beispiele:

  • Überreden, Überzeugen
  • Verallgemeinerung
  • Widerspruch
  • Umkehrschluss
  • Ursache – Anlass – Folge
  • Definition

Grundvarianten für das Argumentieren (Fünf-Satz-Strukturen)

  • Parallele Argumentation (Syllogismus →)

O

O                     O                     O        

                                    O

  • Kausale (Ketten-) Argumentation

            O                     O                     O                     O                     O

  • Vergleichende (ausschließende oder kompromissfindende) Argumentation

O                     O

                                                                       O

O                  O

Perelman: „Argumentation ist ein Begründungsverfahren, bei dem etwas durch etwas Anderes erschlossen und etwas Zweifelhaftes durch etwas Unzweifelhaftes gestützt wird.“[20] (Bezugnahme auf Quintilian: De argumentis)

Perelman: „Argumentationsschemata sind so gesehen allgemeine Muster argumentativer Aussagenverbindungen, die sich argumentationspraktisch bewährt haben und deshalb zu festen und entsprechend tradierbaren Formen möglichen Argumentierens geronnen sind.[21]

Die „Neue Rhetorik“ nennt einen umfangreichen Katalog für Argumentationsmuster.[22]

Ein gängiges Argumentationsschema ist auch das nach Toulmin[23]

Was macht eine gute Argumentation aus?

1. Sie ist zielgerichtet und zielgruppenspezifisch. Sie erfolgt möglichst auf dem sprachlichen Niveau der jeweiligen Zielgruppe und baut auf deren Fragen auf.  Beachten dabei auch die emotionale Situation (Gegner- oder Partnerschaft, Drucksituation).  

2. Sie wird nach Möglichkeit vorbereitet. Man kann dazu die die wichtigsten Argumente vor dem Gespräch aufschreiben und logisch ordnen. Und dann kommt es auch auf den passenden Moment an, sie zu äußern (Kairos →)

3. Gegenargumente des Gesprächspartners sollten so oft es geht aufgegriffen werden. Wenn man ihm Recht geben kann, sollte man es auch tun (Technik der eingeschränkten Zustimmung).

4. Nehmen Sie nach Möglichkeit Gegenargumente vorweg (Prolepsie →), anstatt nur passiv zu reagieren. Sprechen Sie dazu vermutete Fragen aus. Gehen Sie auf erlebte Beispiele ein. Erinnern Sie an vorher geäußerte Meinungen. Bringen Sie Argumente ins Spiel, die von anderen geäußert wurden.

5. Verschießen Sie Ihr Pulver nicht zu Beginn

Viele Redner gebrauchen alle ihre Argumente gleich zu Beginn der Diskussion und haben dann gegen Ende keine mehr zur Verfügung. Legen Sie nicht sofort alle Karten auf den Tisch. Halten Sie noch ein paar Argumente in der Hinterhand.

Starten Sie mit einem starken Argument. Lassen Sie dann schwächere folgen und behalten Sie ein starkes Argument für den späteren Verlauf der Diskussion. Das nennt man auch die „Trojanische Schlachtordnung“ →

 6. Argumentieren Sie bildhaft. Nutzen Sie kraftvolle Metaphern und Vergleiche.

7. Setzen Sie nur die wichtigsten Argumente ein. Zu viel hilft nicht immer viel. Halten Sie sich eine argumentative Reserve. Versuchen Sie, den Abschluss zu formulieren.

Argumentum ad hominem

Der Angriff auf eine Persönlichkeit (ad hominem) anstatt auf die Inhalte, die jemand vertritt, ist eine ungeliebte, jedoch immer wieder angewendete rhetorische Taktik. Das Ethos des anderen zu schwächen ist oft einfacher und bringt oft mehr, als sich mit den Inhalten seines Standpunktes (ad rem – an der Sache) auseinander zu setzen.[24]

Beispiele:

  • Ihnen, Herr Meier, kann ich seit heute gar nichts mehr glauben.
  • Wieso soll ich das Kapital lesen, wenn viele Positionen von Marx heute als überholt gelten.
  • Den Politikern kann man nicht trauen.
  • Dass ist typisch für die Lügenpresse.

Aristoteles

Griechischer Philosoph, 384 – 322 v. Chr., gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Gelehrten und Naturforschern der Geschichte. Überliefert sind 143 Schriften u.a. über Metaphysik, Physik, Politik, Ethik, Logik→, Poetik und Rhetorik

Schüler von Platon →

Organon: Sammlung von Schriften zur Kunst der Logik als Werkzeug der Wissenschaft mit Themen wie

  • Kategorien der Logik
  • wahre oder falsche Aussagen
  • Logischer Schluss
  • Beweis
  • Topik (Lehre von den Topoi →, Sätzen und Schlüssen, mit denen argumentiert wird)
  • Sophistische Widerlegung (Sophistik – philosophische Denkart, Argumentationsweise)

Grundgesetze der Logik (Denkgesetze)[25]:

  • Satz vom Widerspruch
  • Satz von ausgeschlossenen Dritten
  • Identitätssatz
  • Satz vom zureichenden Grund

Aristotelische Rhetorik

Die Theorie der Beredsamkeit (Redelehre) geht überwiegend auf Aristoteles zurück:

„Rhetorik ist eine Disziplin, welche untersucht, was an einem Schluss oder an einer Aussage bewirkt, dass der Zuhörer sie auch glaubt.“[26]

„Es basiert nämlich die Rede auf dreierlei: dem Redner, dem Gegenstand, über den er redet, sowie jemandem, zu dem er redet, und seine Absicht zielt auf diesen – ich meine den Zuhörer.“[27]

Aristoteles trennte bewusst Rhetorik (Redelehre) und Dialektik (Gesprächslehre).

Als essentielle Aufgaben des Redners (officia oratoris) bezeichnete man damals

  • Logos (Sprachbefähigung, Logik des Sachinhalts)
  • Ethos (Charakter und moralische Werte des Redners)
  • Pathos (Gefühlsausdruck, Stimmführung, Körpersprache)

Die drei Redegattungen (genera orationes) der antiken Rhetorik waren

  • Beratungsrede (genus deliberativum)
  • Gerichtsrede (genus iudiciale) und
  • Lobrede (genus demonstrativum)

Arroganz:

lat. arrogantia – etwas für sich (mit Anmaßung) beanspruchen, Überhöhung der eigenen Sicht, Erniedrigung des Kommunikationspartners

Beispiele:     

  • manche Abgeordnete in Bundestags- und Landtagsdebatten,
  • autoritäre Führungspersonen oder
  • übertriebene Familienrollen.

Rhetorische Merkmale sind:

  • Lautstärke, Pathos und bewusst überhebliche Körpersprache,
  • Ablehnung anderer und Überziehen eigener Meinungen,
  • Verletzungen und Erniedrigungen von Kommunikationspartnern.

Assonanz

lat. assonare – anklingen, Gleichklang

Wiederholung/Häufung eines Vokals in benachbarten Worten – lautharmonisch, Erzeugung einer Klangfärbung, Stabreim, Binnenreim, bedeutungshervorhebende Funktion

Beispiele:     

  • Muttis Pudding mundet mir immer. (gleiche Vokale)
  • Alle Mann ran!
  • Alliterationen (gleiche Anfangsbuchstaben)

Aspasia von Milet

Philosophin, Rednerin in Athen, 470 – 420 v. Chr.

Nach Erzählungen war sie eine glamouröse Gastgeberin für namhafte Persönlichkeiten ihrer Zeit in Athen (u.a. Sophokles, Euripides, Pheidas). Sie galt als Geliebte (2. Frau?) des athenischen Politikers Perikles.

Möglicherweise war sie die Rhetorik-Lehrerin von Sokrates[28]. Eigene Schriften wurden von ihr nicht überliefert. Allerdings berief sich Platon auf eine Rede von ihr.[29] Aristophanes bezeichnete sie als Hetäre. Sie wurde auch beschuldigt, verantwortlich für den Ausbruch Samischen Aufstandes (441 v. Chr.) gewesen zu sein, konnte aber freigesprochen werden.

Durch ihre überlieferte Schönheit, Intelligenz und Redegewandtheit galt sie als eine ungewöhnlich wichtige Frau in der Antike und wird noch heute zu den Vorkämpferinnen des Feminismus gezählt.

In den Vatikanischen Museen wurde ein Idealportrait von ihr aus dem 1. Jhd. v. Chr. als Hermenbüste aufgestellt.[30]

Asterisk

Sternchen (Schriftzeichen), wird in jüngerer Zeit häufig genutzt, um auf geschlechtliche Vielfalt zu verweisen (Gendern)

Wird beim Sprechen durch kurze Pause verdeutlicht.

Beispiele:     

  • Mitarbeiter*innen (gesprochen: Mitarbeiter_innen)
  • Student*innen – andere geschriebene Möglichkeiten: Student_innen, StudentInnen, aber auch Studierende oder Studenten und Studentinnen

Anmerkung: Die unterschiedlichen Praktiken des Genderns (geschlechtergerechter Sprachgebrauch) ist gegenwärtig noch heftig umstritten.[31]

Assertion

lat. assertio – Behauptung, Feststellung

Nicht selten stellen Redner oder Gesprächspartner unbewiesene Behauptung auf bzw. vertreten Aussagen, deren Wahrheitsgehalt umstritten ist.

Das ist typisch für Verschwörungsmythen[32] und wird für Medienmanipulationen[33] genutzt

Beispiele:

  • Die Erde ist eine Scheibe.
  • Die Menschheit wird von Reptiloiden (Echsenmenschen) regiert.
  • Dieser Krieg ist zu gewinnen.

Assessment-Center

In der Personalentwicklung, insbesondere in größeren Unternehmen, finden komplexe, psychologisch untersetzte Eignungsprüfungen statt. Dort kommt es nicht zuletzt auch darauf an, die kommunikativen Fähigkeiten von Bewerbern für einen Job (eine Funktion) festzustellen.

Methoden dafür sind:

  • Tests
  • Fragebögen
  • Arbeitsproben,
  • Präsentation
  • Interviews und Dispute
  • Gruppenarbeit, Rollenspiele

Aufgaben für eine klassische Rede[34]

  • inventio (Sammlung des Stoffes)
  • dispositio (inhaltliche Gliederung der beabsichtigten Rede)
  • elocutio (Gestaltung nach grammatischen und stilistischen Gesichtspunkten)
  • memoria (Einprägen der Schwerpunkte, Üben des Ablaufes)
  • actio (Vortrag an sich)

Dieses Gliederungsschema ist heute durchaus noch gängig und praktisch nützlich.

Augustinus von Hippo

Rhetoriker und öffentlicher Redner, Kirchenlehrer, wichtiger Theologe und Philosoph an der Schwelle zwischen Antike und Frühmittelalter, 354 – 430 n. Chr.

Er ließ sich unter dem Einfluss der Predigten des Bischofs Ambrosius von Mailand im Jahr 387 christlich taufen und wurde selbst Bischof, verfasste zahlreiche theologische Schriften und gehört zu den einflussreichsten Autobiographen in der Weltliteratur.

Augustinismus

Gesamtheit seines Wirkens in Religion, Philosophie und Geschichtswissenschaft

Augustinus wurde über lange Zeit als maßgeblich für Bildung und Erziehung angesehen, wie u.a. durch Augustiner Mönche seit dem 13. Jahrhundert. Ein weiteres Beispiel ist die Namensgebung der Landes- und Fürstenschule, die durch Kurfürst Moritz von Sachsen 1550 in Grimma als eine der ersten staatlichen voruniversitären Schulen in Deutschland gegründet wurde. Traditionelle Bestandteile des Curriculums dieser Schule waren die Septem Artes Liberales, und damit auch die Rhetorik. Das wiederum war typisch für die Bildung in der Renaissance. Das Gebäude, das seit 1891 und heute noch steht, ist nicht von ungefähr im Stil der Neorenaissance gebaut.

In der DDR hieß die Schulform Erweiterte Oberschule[35], die mit ihrem Internat hier beherbergt war, und heute ist es das Gymnasium St. Augustin.[36]

Ausdruck

Sprachwissenschaftliche Grundformen sind das Wort, der Ausdruck und der Begriff.[37] Sie verhalten sich wie die philosophischen Kategorien Einzelnes, Besonderes und Allgemeines zueinander. Worte bilden die kleinste, eigenständige Form. Ausdrücke beschreiben Sachverhalte und ordnet sie in einem allgemeineren Begriff zu, der über dem allen steht.

Beispiele:

  • Tischler, Schreiner und Zimmerer sind Worte für Berufe. (Worte)
  • Sie sind typische Gewerke der Holzverarbeitung. (Ausdruck)
  • Zusammen mit anderen Gewerken zählen sie zum Handwerk. (Begriff)

Ausdrücke müssen nicht nur gleichbedeutende Synonyme sein, sondern können auch gewisse Ausdeutungs- und Bewertungsvarianten aufzeigen.

Beispiele:

  • Tischler – Holzfacharbeiter, Holzwurm (metaphorisch), Holzkünstler (wertschätzend)

Ausdrücke, die Homonyme darstellen (gleicher Klang, unterschiedliche Bedeutung) darstellen, können völlig andere Bedeutungen haben wie z.B. Mutter = Frau mit Kind/Kindern oder Hohlschraube (Mechanik).

Unterschiedliche Ausdrücke stellen auch oft verschiedene Bewertungsvarianten dar.

Beispiele:

  • Sonne – Euphemismus (positive Bedeutung), z.B. (wärmende, lebensspendende) Sonne
  • Sonne – Dysphemismus (pejorativ, negativ), z.B. (zu heiße) Sonne, Sonnenbrand

Nicht selten kommt es durch die unterschiedliche Ausdeutung bzw. Zuordung von Ausdrücken zu Widersprüchen.

Beispiele:

  • Polemik: ursprünglich mehr positiv als rhetorische Kampfkunst verstanden, aktuell eher negativ als böswilliges, einseitiges Argumentieren benutzt.
  • Deutsche Demokratische Republik – sogenannte „DDR“ (abwertend, in Frage stellend) Im Gegensatz dazu sollte Bundesrepublik Deutschland offiziell im Interesse eines gewissen Sinnvorteils nicht abgekürzt (BRD) werden.

Axiome

griech. axioma – Bedeutung, wahres Urteil bzw. wahrer Satz

Das sind besonders in der Mathematik und in der Logik anerkannte Grundsätze, für die es keiner weiteren Begründung bedarf. Axiome müssen widerspruchsfrei, vollständig und unabhängig sein.

Paul Watzlawick et al. formulierte metakommunikative, pragmatische Axiome der zwischenmenschlichen Kommunikation.[38] Sie sind auch heute noch unwidersprochen, wobei es zu untersuchen wäre, ob sie auch mit dem Weiterschreiten des digitalen Zeitalters noch gelten bzw. sich variieren.

Vgl. Metakommunikative Axiome


[1] Goethe, Johann Wolfgang: Cophtisches Lied

[2] Göttert, K.-H.: Mythos Redemacht. Eine andere Geschichte der Rhetorik. S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2015, S.131 ff.

[3] Stroh, W.: Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im Alten Griechenland und Rom. Ullstein Verlag, Berlin 2009, S. 211 ff.

[4] Nicht zu verwechseln mit: Double Data Rate (elektronischer Speicherbaustein DDR-RAM).

Bis in die 70er Jahre gab es rechtliche Diskurse um den Gebrauch der Akronyme BRD und DDR. So wurde in Westdeutschland vielfach die Meinung vertreten, dass die ausgesprochenen Staatsbezeichnung Bundesrepublik Deutschland deutliche Sinnvorteile hätte, während der abgekürzte Begriff DDR (vorher SBZ) vorgeschrieben und eher herablassend gebraucht wurde.

[5] Knigge, Adolph Freiherr von: Über den Umgang mit Menschen. Anaconda Verlag, Köln 2011

[6] DUDEN. Der Deutsch-Knigge. Mannheim 2008

[7] Sack, Adriano: Manieren 2.0. Stil im digitalen Zeitalter. Piper Verlag, München 2007

[8] Stolt, B.: Martin Luthers Rhetorik des Herzens. Mohr Siebeck Verlag, Tübingen, 2000

[9] Kopperschmidt, Joseph (Hrsg.): Die Neue Rhetorik. Studien nach Chaim Perelman. Wilhelm Fink Verlag, München 2006

[10] Göttert, Karl-Heinz: Mythos Redemacht. Fischer Verlag, Frankfurt a. M. 2015, S. 145

[11] Göttert, K.-H.:  Einführung in die Rhetorik. W. Fink Verlag, München 1991, S. 17

[12] Deutsches Aphorismus-Archiv: https://www.dapha.de/

[13] Lendon, Jon Edward: Rhetorik-Macht-Rom. Die Kraft der Redekunst im Imperium Romanum. wgb Edition, Darmstadt 2023, S. 79 ff.

[14] Grimm, J. und W.: Deutsches Wörterbuch. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2082, Z. 40.

[15] Kopperschmidt, J. (Hrsg.): Die Neue Rhetorik. Studien zu Chaim Perelman. Wilhelm Fink Verlag. München 2006

[16] Kondakow, N. I.: Wörterbuch der Logik. VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1983, S. 42 ff.

[17] Thiele, Albert: Argumentieren unter Stress. Wie man unfaire Angriffe erfolgreich abwehrt. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2007

[18] Drach, Erich: Redner und Rede. Methodisches Hilfsbuch für Übungen in freier Rede, verhandlungs- und Versammlungstechnik. Hans Bott Verlag, Berlin-Tempelhof 1932, S. 38ff.

[19] Weimer, Wolfgang: Logisches Argumentieren. Texte und Materialien für den Unterricht. Philipp Reclam jun. Verlag, Ditzingen 2005

[20] Kopperschmidt, Joseph (Hrsg.): Die Neue Rhetorik. Studien zu Chaim Perelman. Wilhelm Fink Verlag, München 2006, S. 19

[21] Ebenda, S. 20

[22] Ebenda, S. 212 ff.

[23] Toulmin, S. E.: The uses of argument. Cambridge University Press, 2003

[24] Schopenhauer, Arthur: Die Kunst, Recht zu behalten. Insel Verlag, Frankfurt am Main und Leipzig 1995, S. 36 ff.

[25] Schneider, E.: Logik für Juristen. Die Grundlagen der Denklehre und der Rechtsanwendung. Verlag Franz Vahlen, München 1999

, S. 81 ff.

[26] Aristoteles. Rhetorik. Wilhelm Fink Verlag, München 1995, S. 12

[27] Ebenda, S. 20 f.

[28] https://de.wikipedia.org/wiki/Aspasia_(Antike)

[29] Platons Dialog Menexenos

[30] Museo Pio Clementino, Inv. 272)

[31] DUDEN.  Die deutsche Rechtschreibung. 28. Auflage, Dudenverlag, Berlin 2020; S.  112 – 114

[32] Bock, S.; Schubarth, W.: Basiswissen Verschwörungsmythen. Ein Leitfaden für Lehrende und Lernende. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2022

[33] Theisen, M.: Medienkompetenz in Zeiten von Fake News. Basiswissen zum Mitreden. Loewe Verlag, Bindlach 2019

[34] Nach Cicero

[35] Der Autor legte hier 1969 sein Abitur ab.

[36] Flöter, Jonas; Pesenecker, Marita: Erziehung zur Elite. Die Fürsten- und Landesschulen zu Grimma, Meißen und Schulpforte um 1900. Leipziger Universitätsverlag 2003

[37]Rettler, Wilhelm: Traktat über Logik und Sprache. Kömmt Verlag, Wittenberg 2018, S. 25

[38] Watzlawick, Paul; Beavin, Janet H.; Jackson, Don D.: Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. Neunte, unveränderte Auflage. Verlag Hans Huber, Bern u.a. 1996

S. 50 ff.

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