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Jambus
Ein Jambus ist eine metrische Einheit in der Verslehre (Metrik) – der zweisilbige Versfuß, wobei die erste Silbe unbetont bleibt und die zweite Silbe betont wird. Er, war schon in der Antike gebräuchlich und findet noch heute sowohl in Worten (z.B. er-lebt) als auch in Versen (z.B. Und über den Wolken …) Anwendung. Dadurch entsteht eine fließende und melodische Wirkung, die sowohl in der Lyrik als auch in der Rhetorik angewendet wird.
Beispiele:
- Ich ging im Walde vor mich hin… (Goethe)
- Marmor, Stein und Eisen bricht… (deutscher Schlager)
- Ja, ich sehne mich nach Dir… (Rilke)
Ein besonders berühmtes Beispiel ist die Gedichtform Sonett, das häufig aus zwei Vierzeilen (Quartette) und zwei Dreizeilern (Terzette) mit jeweils fünfhebigen Jamben bestehen. (Shakespeare, Petrarca, Rilke, Gryphius)
Das Gegenstück zum Jambus ist der Trochäus (erste Silbe betont, zweiter Silbe unbetont).
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Jargon
franz. jargon – ursprünglich etwa unverständliches Gemurmel, Kauderwelsch
In bestimmten sozialen Schichten entstehen sondersprachliche Formen durch spezielle Wortschätze oder Abweichungen von den grammatischen oder lautsprachlichen Regeln.
Beispiele:
- Medizin: Der Patient ist stabil, aber kritisch.
- Informatik: Downloaden Sie das Programm.
- Internet-Jargon: LOL (Laughing out loudly). MfG (Mit freundlichen Grüßen)
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Jesus Christus
Die Zentralfigur der christlichen Kirche (Messias, Gottes Sohn) lebte von ca. 4/7 bis 30/31 unserer geltenden Zeitrechnung.
Im Neuen Testament [Die Bibel. Das Neue Testament] wird dargestellt, wie er als jüdischer Wanderprediger und Heiler die christliche Lehre verbreitet. Er war mglw. ein Schüler Johannes des Täufers und ab 28 in Galiläa/Judäa unterwegs zur Verkündung des Gottesreiches und zur Kritik am Tempelkult der herrschenden Priesterkaste. Seine Hinrichtung (Kreuzigung) erfolgte im Komplott der Hohenpriester mit den römischen Besatzern. Die vier Evangelien des neuen Testaments bilden die wesentlichen theologischen Grundlagen des Christentums.
Mit der Überlieferung seiner Bergpredigt ist wohl einer der berühmtesten Redetexte überhaupt erhalten geblieben.
Wenn wir uns auf den überlieferten Text des Neuen Testaments berufen, könnte sich Jesus als Redner durch folgende Merkmale ausgezeichnet haben:
- bildhafte Sprache durch häufige Nutzung von Gleichnissen, ausdrucksstarke Metaphern und narrative Analogien;
- Antithesen und Zuspitzungen, Spannung durch Gegenüberstellungen;
- anschauliche Darstellung ethischer Normen und Verbindung von Ethos und Pathos;
- handlungsorientierte Argumentationen durch direkte Ansprache seiner Zuhörer
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Jesuiten
Die katholische Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Jesu (Societas Jesu) wurde durch Ignatius von Loyola (1491–1556) gegründet. Die Jesuiten fühlen sich dem Gelübde zu Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam, Treue gegenüber dem Papst verpflichtet. Ihr Motto lautet: Omnia Ad Maiorem Dei Gloriam (Alles zur größeren Ehre Gottes, abgk. OAMDG oder AMDG).
Als militant-ideologische Organisation waren die Jesuiten wichtige Träger der Gegenreformation. Dabei sahen sie in der Rhetorik (jesuitische Dialektik) eine besondere Rolle zur Sicherung des Dogmas der Papstkirche, zur Missionierung und zur Bekämpfung jeglicher Formen der Ketzerei (u.a. gegen Protestantische Kirche). Ihr Rhetorik-Training fand in nahezu militanten Formen statt. Ignatius charakterisierte es so: „Ich werde glauben, dass Weiß Schwarz ist, wenn es die Kirche so definiert.“
Rudolf Steiner: Alle Schulung des Jesuitismus geht darauf hinaus, dem Jesuiten Kraft zu geben, seine Worte so zu stellen, die Art und Weise, wie er redet, so zu fügen, dass dasjenige, was er vorbringt oder was er tut, sich hineinstiehlt, möchte ich sagen, in die astralischen Impulse des Menschen.“ (Neunter Vortrag).
Eine große Zahl von Jesuiten arbeitet noch heute weltweit in Schulen und Universitäten. Wichtige andere Tätigkeitsfelder sind die Begleitung von Exerzitien, die Sozial- und Flüchtlingsarbeit und die Medienarbeit. Die Jesuiten sind heute noch in ca. 75 Ländern der Welt in offenen Kommunitäten mit ca. 14.000 Mitgliedern aktiv.[https://anthrowiki.at/Jesuiten]
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Johari-Fenster
Zur Analyse der persönlichen und partnerschaftlichen Reflexion entwickelten Joe Luft und Harry Ingham 1955 diese schematische Darstellung. Sie beinhaltet Varianten für den Blick auf bewusste und unbewusste Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale sowie zwischen einem Selbst und jemand anderen oder einer Gruppe.
Das Modell davon aus, dass sowohl bei jeder interpersonalen Wahrnehmung (Selbstbild – Wie erkenne ich mich? Fremdbild – Wie erkennt mich der Partner?) ein Effekt entsteht, der mit einem Eisberg zu vergleichen ist: Der größte Teil von ihm ist unter Wasser und bleibt deshalb unsichtbar (ca. 90%).
Aus der Selbstbild-Fremdbild-Gegenüberstellung lassen sich Schlussfolgerungen für das Verhalten ableiten.
| Arena – öffentliche Person Mir bekannt – anderen bekannt | Blinder Fleck – mir nicht bekannt – anderen bekannt |
| Maske – mein Geheimnis Mir bekannt – anderen nicht bekannt | Unbekanntes – im Dunkeln Mir und anderen nicht bekannt |
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