U wie: Umgangsformen nicht umgehen

Üben

In der Rhetorik gibt es keine Obergrenzen, die man ein für alle Mal erreichen kann. Für das lebenslange Üben aber gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Schon der römische Staatsmann und Rhetoriker Marcus Tullius Cicero soll gesagt haben: „Reden lernt man nur durch reden.“ [ Cicero:  Orator. Der Redner. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2004]

Er berief sich dazu nicht zuletzt und immer wieder auf den griechischen Redner und Staatsmann Demosthenes, der maßgeblich war für den Übergang vom Logographen (Verfasser von Reden z.B. für Gerichtsprozesse) zum Rhetor (Redner bzw. Lehrer der Beredsamkeit). Er gilt als historisches Beispiel, weil er sich ein spezielles Übungsprogramm zur Verbesserung seiner Redefähigkeit aufgestellt haben soll (z.B. Kieselsteine im Mund, Deklamieren gegen die Meeresbrandung, Kontrolle der Körpersprache im Spiegel). [Müller, Helmut. Gesprächstraining. Dialektik für Manager. Orell Füssli Verlag, Zürich 1997, S. 64 ff.]

Ein weiteres markantes Beispiel war der australische Logopäde Lionel Logue, der den stotternden und sprechgehemmten Herzog von York bei seinem Aufstieg zum König George VI. als Coach begleitete. [Logue, Mark; Conrade, Peter: The King´s speech. Wie ein Mann die britische Monarchie rettete. riva Verlag; München 23011 (vgl. auch den gleichnamigen Film 2010, 4 Oscars)]

Was umfasst das aktuelle Feld der rhetorischen Übungen:

  • Manuskripte erarbeiten und übend vortragen
  • Reden vorbereiten, einprägen und aus dem Gedächtnis interpretieren Schlagfertigkeits- und Interviewtraining
  • Reflexion: Ich bin o.k. – Du bist o.k.
  • Rollenspiele
  • Planspiele
  • Coaching (Einzelarbeit) und Gruppentraining (Rhetorik-Seminar)
  • Nutzung technischer Mittel usw.

Ausgewählte Beispiele für rhetorische Übungen [vgl. u.a. Rode, G. Dietmar: Rhetorikseminar für KommunalpolitikerInnen. Tipps und Übungen für die kommunalpolitische Praxis. .Kommunalpolitisches Forum Sachsen, Dresden 2009]

Übung: Fragekarten

Sie erhalten eine Karteikarte, auf der eine Frage steht.

  • Formulieren Sie dazu drei Ideen! Sie müssen nicht unbedingt in einer logischen Reihenfolge zu einander stehen. Dauer der Vorbereitung: 1 Minute.
  • Formulieren Sie zu ihren drei Ideen eine Einleitung und einen Schluss. Sortieren Sie alles in logischer Reihenfolge. Dauer des Vortrages: 3 Minuten.

Übung:Emotionskarten

(Basisemotionen) [Ekman, P.: Ich weiß, dass du lügst. Was Gesichter verraten. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2011, S. 164 (Orig.: Telling Lies. New York 1991)]

Sie erhalten zwei Karteikarten. Auf der einen steht ein kurzer Text. Auf der anderen steht eine der nachfolgenden Basisemotionen. Versuchen Sie, beides rednerisch umzusetzen. In der Gruppe wird ihre Leistung besprochen. Zusätzlich kann auch eine Video-Aufzeichnung erfolgen.

  • Neutral (z.B. wie ein Rundfunk oder Fernsehsprecher)
  • Freude (z.B. beim Wiedersehen oder nach einem Erfolg)
  • Wut (z.B. bei einer Niederlage)
  • Ekel (z.B. bei einer starken Abneigung mit wahrgenommenen Unbehagen)
  • Furcht
  • Verachtung
  • Traurigkeit
  • Überraschung

Übung: Elevator Statement

Stellen Sie sich vor, in einen Führstuhl einzusteigen, um in die oberste Etage zu einer Konferenz zu gelangen (ca. 1 Min fahrt). Mit Ihnen steigt eine weitere Person ein, von der Sie vermuten, dass sie ebenfalls zu dieser Veranstaltung will. Versuchen Sie, in diesem Zusammenhang einen Kontakt herzustellen.

  • Anstoß: Ach, Sie fahren auch in die 7. Etage…?
  • Kontakt fortsetzen: Dann wollen Sie wohl auch zu dieser Konferenz…?
  • Verabreden: Wollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen? Ich spreche übrigens zum Thema…

Übung: Advocatus Diaboli

Es wird Ihnen eine Situation dargestellt. Durch Argumente soll zu einer Lösung beigetragen werden. Advocatus (lat.) heißt ursprünglich der „Herbeigerufene“. Er soll in kontroverser Weise darauf eingehen (als „Anwalt des Teufels“), um den bisherigen Lösungsvorschlag durch Gegenargumente in Frage zu stellen, und damit eine gegenteilige Idee entwickeln.  Ursprünglich soll diese Methode von der römisch-katholischen Kirche genutzt worden sein, um Personen im Zusammenhang mit einer Selig- oder Heiligsprechung gründlich zu prüfen. Auch heute noch ist die Rolle des Kritikers oder Skeptikers in anderen Kontexten gefragt.

Übung: ZIMBE-Konzept

Sie sind Seminarteilnehmer im Lehrfach … und erhalten die Aufgabe, zum Thema … zunächst ein schriftliches Konzept (max. ½ Seite) vorzulegen. Konzentrieren Sie sich zweckmäßigerweise auf folgende Schwerpunkte (ZIMBE = Akronym: Wort aus Anfangsbuchstaben):

  • Ziel/Zielgruppe
  • Inhalt: Thema – Struktur der Schwerpunkte
  • Methodik: Form der Rede (aus dem Stegreif, frei nach Stichworten, Manuskript), Argumentationstechniken, zu nutzende Medien für die Vorbereitung und Präsentation usw.
  • Bedingungen: Zeitpunkt und -umfang, Raum, Publikum, technische Ausstattung usw.
  • Evaluation der Ergebnisse

Übung: Fast writing bzw. Brain Storming

Für einen bevorstehenden Vortrag wollen Sie zu nächst erst einmal Material zusammentragen. Ziehen Sie sich am besten in einen ungestörten Raum zurück und schreiben zwei Minuten lang, in schnellem Tempo und so locker wie möglich, alles in Stichworten auf, was ihnen dazu einfällt (fast writing).

Versuchen Sie dann, die gesammelten Ideen in einer entstehenden Gliederung zum Vortragsthema einzuordnen (Konzept). Versuchen Sie danach, den erforderlichen Redetext immer weiter auszuformulieren.

Dieses Verfahren können Sie natürlich auch in einer Gruppe von 2 – 5 Teilnehmern als Brain storming durchführen, indem sie die Ideen aller zunächst kritiklos zusammentragen, um sie danach zu ordnen und weiter zu bearbeiten.

Übung: Bilder-Assoziationen

Sie erhalten ein Bild (als Foto, auf Karteikarte, als Projektion oder Tafelskizze) und sollen möglichst spontan darüber eine kleine Geschichte erzählen.

Es können auch Zeiten vorgegeben werden: z.B. 3 Minuten für die Vorbereitung (Notiz-Zettel), 3 Minuten darüber zu sprechen.

Übung: Märchen für Erwachsene

Erinnern Sie sich an ein Märchen, das Sie vielleicht schon als Kind kennengelernt haben (z.B. Hänsel und Gretel oder Die sieben Zwerge). Versuchen Sie, den ursprünglich kinderechten Text in eine Version für Erwachsene zu übertragen. Arbeiten Sie dabei vor allem eine praktikable Konsequenz heraus.

Überzeugen

Aristoteles machte einen Unterschied zwischen Beredsamkeit und Überzeugung (Persuasion). Rhetorik charakterisierte er als die Kunst, mit Pathos, Ethos und Logos überzeugende Reden zu halten:

„Die Rhetorik stelle also das Vermögen dar, bei jedem Gegentand das möglicherweise Glaubenserweckende zu kennen.“ [Aristoteles: Rhetorik. S. 12]

Auch Sokrates hatte eine ambivalente Haltung zur Überzeugung. Einerseits kritisierte er die Sophisten (nicht Aristoteles), ihr Wissen zu verkaufen und ihre Kunst der Überzeugung (Persuasion= Überredung, Einstellungsänderung) für politische Zwecke einzusetzen. Andererseits setzte er sich mit ihnen über Beredsamkeit und Argumentation leidenschaftlich auseinander.

Bei allem Für und Wider versteht man heute unter Überzeugung, jemandem Gewissheit verschaffen und durch Argumente die Wahrheit oder Notwendigkeit einer Sache darstellen. Damit bewegt sie sich allerdings ziemlich nahe an der Manipulation (verdeckte Beeinflussung. [Jachtschenko, Wladislaw: Schwarze Rhetorik. Manipuliere, bevor du manipuliert wirst. Goldmann Verlag, München 2018, S. 15ff.]

Überzeugungsfaktoren

Für die Wirkung der Rhetorik werden spätestens seit Aristoteles immer wieder diese drei Aufgaben (officia oratoris) aufgezeigt und diskutiert:

  • Logik: durch Worte (griech. logos), Argumente und strukturierte Inhalte belehren (docere) und beweisen (probare);
  • Ethos: durch den individuellenCharakter des Sprechers und die Beziehungen der Partner bewegen (movere) und
  • Pathos: durch Emotionen, Leidenschaften und Fähigkeiten des Ausdrucks zu gewinnen (conciliare) und erfreuen (delectare)

Diese Aufgaben können aber von Fall zu Fall von unterschiedlicher Bedeutung sein. So stand z.B. für Aristoteles das Thema und seine gegliederte Struktur im Mittelpunkt, während für Cicero die Erregung der Leidenschaften am wichtigsten war. [Göttert, Karl-Heinz: Einführung in die Rhetorik. W. Fink Verlag, München 191, S. S. 22 f.]

In diesem Zusammenhang sollten auch die Axiome der Kommunikation nach Watzlawick beachtet werde, insbesondere sein 2. Axiom, wonach Kommunikation immer auf  einer Sach- und einer Beziehungsebene stattfindet, wobei letzterer das Primat zukommt.

Unterhaltung

Gespräche in der Alltagskommunikation und ohne verbindliche Ziele werden meist als Unterhaltung bezeichnet. Synonyme zu sich unterhalten: sich austauschen, diskutieren, ein Gespräch führen, Gedanken austauschen, miteinander sprechen plaudern (lange und nutzlos über Nichtigkeiten reden) u.s.m.

Beispiele:

  • Treffen sich zwei Gartennachbarn am Tor…
  • Darüber sollten wir uns aber bald mal unterhalten…

Die Verbindung von Unterhaltung, Information und Überzeugung findet in der modernen Medienpraxis vielfältige Anwendungen (Entertainment) wie z.B.

Unterhaltungswert

Er entsteht, wenn in einer Kommunikation in lockerer, origineller Form Interesse geweckt wird.

Beispiele:

  • Ein besonders interessantes Thema wird angesprochen.
  • Die Art und Weise ist überraschend und originelle.
  • Der Vortrags- oder Gesprächsaufbau wirkt spannend.
  • Ein prominenter Partner stellt sich vor.

Umgangsformen 

Beziehungsebene geht vor Sachebene (2. Axiom nach Watzlawick) [Watzlawick u.a., S. 53f.]. Deshalb zählt nicht nur, was wir sagen, sondern vor allem wie wir es sagen, wie wir achtungsvoll miteinander umgehen und durch bestimmte Umgangsformen wertschätzen. Berühmt gemacht hat sich dazu Ende des 18. Jahrhunderts Adolph Freiherr von Knigge mit seinem Buch „Über den Umgang mit Menschen“. [ Knigge, Adolph Freiherr von: Über den Umgang mit Menschen. Anaconda Verlag, Köln 2011, Originalausgabe von 1788]

Auch wenn heutzutage jeder wissen dürfte, was mit „Knigge“ gemeint ist, hat sich der Autor seiner Zeit selbstverständlich an den damaligen Gesellschaftsverhältnissen orientiert (gesellschaftliche Vorurteile, Standesdünkel, Patriarchat, Nationalismus usw.), auch wenn es ihm im Geiste der Aufklärung vor allem um ein gutes gesellschaftliches Miteinander ging.

Einen brauchbaren Versuch der Modernisierung liefert der DUDEN: Der deutsch-Knigge. Er soll helfen, sicher zu formulieren, zu kommunizieren und aufzutreten. [DUDEN: der Deutsch-Knigge. Sicher formulieren, sicher kommunizieren, sicher auftreten. Dudenverlag. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2008]

Außerdem gibt es zahlreiche Publikationen über Umgangsformen und Regeln in unterschiedlichen Kontexten (beruflich, diplomatisch, soziokulturell usw.)

Einen ausformulierten „Rhetorik-Knigge“ gibt es wohl noch nicht. Der Bedarf leuchtet aber ein, wenn man an folgende Problemfelder denkt

  • Wortwahl (Stilebene),
  • Ansprache (Sie oder Du),
  • Augenkontakt und Distanzverhalten,
  • Körpersprache (Mimik, Gestik, Motorik, Kleidung usw.) sowie
  • körpersprachliche Rituale (Gewohnheiten Hände reichen z.B.) und Tabus,
  • Grundsätze der Höflichkeit in sozialen Kontexten

Die Versuche, zweckmäßige und achtungsvolle Umgangsformen im Internet zu beschreiben und durchzusetzen, nennen sich Netikette (Kunstwort aus Netz und Etikette).

Kommunikative Umgangsformen im weiteren Sinne beschreiben z.B.:

  • Marshall B. Rosenberg: Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Gestalten Sie Ihr Leben, Ihre Beziehungen und Ihre Welt in Übereinstimmung mit Ihren Werten. [Rosenberg, Marshall B.: Gewaltfreie Kommunikation. Eine Sprache des Lebens. Gestalten Sie Ihr Leben, Ihre Beziehung und Ihre Welt in Übereinstimmung mit Ihren Werten. Junfermann Verlag, Paderborn 2004]
  • Bernhard Pörksen und Friedemann Schulz von Thun: Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik. [Pörksen, B.; Thun, Friedemann Schulz von: Die Kunst des Miteinander-Redens. Über den Dialog in Gesellschaft und Politik. Carl Hanser Verlag, München 2020]
  • Timothy Garton Ash: Redefreiheit. Prinzipien für ein vernetzte Welt. [Garton Ash, Timothy: Redefreiheit Prinzipien für eine vernetzte Welt. Carl Hanser Verlag, München 2016]
  • Ursula Brendel, Christine Maaß: Leichte Sprache: Ratgeber. Die wichtigsten Regeln und Empfehlungen für die Praxis. [Bredel, Ursula; Maaß,  Christine: Leichte Sprache. Ratgeber. Die wichtigsten Regeln und Empfehlungen für die Praxis. Dudenverlag, Berlin 2016]

Umschreibung bzw. Periphrase

griech. periphrasis

Die rhetorische Figur der Periphrase dient der Ausschmückung und soll Abwechslung im Ausdruck erzeugen. Es umschreibt den gemeinten Ausdruck in anschaulicher Form.

Beispiele:

  • Deutschland – das Land der Dichter und Denker
  • Homo homini lupus est. – „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf – Es besteht kein Zweifel, dass beide Formeln wahr sind: der Mensch ist dem Menschen ein Gott und der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Die erste, wenn wir die Bürger untereinander vergleichen, die zweite, wenn wir die Staaten untereinander vergleichen. (Thomas Hobbes, 1651)
  • “Die Götter in Weiß”: Diese Umschreibung bezieht sich auf Mediziner oder Ärzte, die oft weiße Kittel tragen und Leben retten. Sie beschönigt den schlichten Begriff “Arzt” und ist zugleich zynisch bezogen auf die Tendenz zur Überheblichkeit dieses Berufsstandes.

Übertreiben bzw. Untertreiben

griech. hyperbel

Rhetorische Figuren dieser Art sind meist taktische Mittel, um z.B. Gesprächspartner zu beeinflussen, ihn zu schwächen oder zu verunsichern.

Beispiele:

  • Ich habe dir das schon tausend Mal gesagt.
  • Mein allerbester, ehrenwerter Herr Professor Doktor…
  • In aller Bescheidenheit und mit meinem Verständnis als Laie…
  • Ein riesengroßer, kirchturmhoher, mächtiger Baum

Universalgrammatik

In einigen linguistischen Theorien wird u.a. die Annahme diskutiert, dass alle menschlichen Sprachen gemeinsame grammatische Prinzipien folgen. [Chomsky, Noam: Rules and Representation. Colombia University Press, New York 1980]. Damit wird angenommen, dass der Spracherwerb Seine für alle Menschen angeborene Fähigkeit ist und bestimmte Strukturen bereits im Gehirn verankert sind. Allerdings werden sie entwicklungsbedingt unterschiedlich realisieret.

Dazu könnten gehören, dass sprachliche Elemente mit einander verschachtelt sind (Rekursion), Kategorien wie Subjekt, Prädikat und Objekt in fast allen Sprachen existieren oder Sprechen und Denken bestimmten Parametern (z.B. Verb an Anfang oder Ende) folgern.

Chomsky: „Meines Erachtens wird diesen Dingen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet, und ich habe das lebhafte Empfinden, dass die Bürger demokratischer Gesellschaften Unterricht in intellektueller Selbstverteidigung nehmen sollten, um sich vor Manipulation und Kontrolle schützen und substantiellere Formen von Demokratie anstreben zu können.“ [Chomsky, Noam: Media Control – Wie die Medien uns manipulieren. Nomen Verlag, Frankfurt a. M. 2018, S. 8]

Grundannahmen der Universalgrammatik (moderne Linguistik)

  • angeborene Sprachfähigkeit (biologisch verankertes Sprachmodul)
  • universelle grammatische Prinzipien für alle menschlichen Sprachen
  • Prinzipien-und-Parameter-Modell (Prinzipien = universell, Parameter = variabel je nach Sprache) [Universalgrammatik – Wikipedia (02.09.2025) – Universalgrammatik]

Widerspruch wird dagegen durch Anhänger des Behaviorismus (engl.-amerik. behavior – Verhalten) eingelegt. Ihre Behauptung lautet, dass sich Sprachwandel wesentlich schneller vollziehe als genetische Veränderungen.


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